Kapitel 01 - HOLOCAUST IN DER VORSTADT

Kapitel 01 - HOLOCAUST IN DER VORSTADT


Die meisten Menschen sind sich seit vielen Jahren des steigenden Potentials für Katastrophen, die durch Konflikte auf der ganzen Welt verursacht werden, bewußt.
Aber eines Tages könnten alle aufwachen um festzustellen, daß es nun doch ein atomares Ereignis gegeben hat.
Die Info könnte plötzlich kommen oder auch nicht.
Das wahrscheinlichste Szenario ist, daß manch einer nicht sofort Bescheid weiss das es zu einer Bombardierung der US-Städte oder ersten EMP-Angriffen (Elektromagnetischem Puls) gekommen ist.
Es gibt die gängige Meinung, daß dies alleine ein solcher EMP-Angriff für einen Feind ausreichen würde. Und daß es keinen Atomkrieg der üblicherweise angenommenen Art gibt. wie der welcher in diesem Buch dargestellt wird.
Es gibt viele andere, ebenfalls mögliche, Katastrophenszenarien.
Eines, das momentan populär und bekannt ist, ist das von Erdveränderungen im Jahr 2019.
Die Endergebnisse wären praktisch die gleichen. Die benötigten Abhilfemaßnahmen wären dieselben, wie sie in diesem Buch vorgeschlagen werden.

Was auch immer passiert, die Menschen werden letztendlich ins Gewahrwerden hineinschlittern, aber sie werden keine genaue Gesamtperspektive haben.
Informationen werden schwer aufzutreiben sein, wenn die Stromversorgungssysteme nicht funktionieren.
Ich werde den Schrecken und die Dramen die sich ereignen werden nicht beschreiben.
Der Primärfokus des Beispiels, welches ich schildern werde, ist die Vorstadt.
Aber in den nächsten vier Kapiteln werde ich auch beschreiben, wie es in einer Großstadt sein wird.
Im Moment ist unsere Szenerie die eines Vororts oder einer Kleinstadt.
Man wacht auf und merkt, daß der Strom aus ist, oder daß er im Laufe des Tages plötzlich ausgeht... es gibt kein Fernsehen oder Radio.
Man versucht in diesem Fall vielleicht das Autoradio oder ein batteriebetriebenes Radio zu benutzen. Darauf hoffen das der momentane Nachfolger des Regierungs-Rundfunks CONELRAD (Control of Electromagnetic [or Electronic] Radiation) funktioniert.
Aber es ist sehr gut möglich, daß er es nicht tut. Es wird einfach still sein. Totenstill.

“Hallo, mein Herr! Sie sitzen auf einem toten Pferd!”
Das tote Pferd der Technologie ist soeben gestorben.
Es ist nun eine nicht-funktionierende Gesellschaft DEDWWWSK. (Das Ende Der Welt Wie Wir Sie Kennen).

“Nun, ja, ich weiß das.
Die Frage ist - wo gehe ich hin, wenn ich aus dem Sattel steige?”

Die meisten Menschen werden in dieser Nacht zu Bett gehen - ein kaltes Bett, wenn es Winter ist - und werden herausfinden, daß es am nächsten Tag nicht viel wärmer ist.
Ein paar Feuer, Feuerstellen und Holzöfen hier und da funktionieren.
Dort wo sich Menschen zusammenfinden, um die Situation zu besprechen.
Ja, radioaktiver Atomstaub (Fallout) könnte auf dem Weg sein - aber viele verständen nicht wirklich, wie das funktioniert. Und darum werden sie nichts tun, um damit fertig zu werden.
Aber - diese Geschichte dreht sich um DICH, nicht um sie.
So beginnen wir von diesem Punkt an.

Dadurch, daß du in den Vororten bist, bist du bereits dort, wohin die Menschen in den Städten gerne abwandern würden. Allerdings können sie dort nicht gleich hinkommen.
Viele von ihnen könnten kommen, aber nicht sofort.
Wenn du noch keine Vorbereitungen getroffen hast, ist es jetzt zu spät.
Deine einzige Option ist, darauf zu reagieren, was passiert ist.

Wenn du eine Möglichkeit hast, zum Supermarkt zu gelangen, wirst du ihn geschlossen vorfinden.
Der Besitzer/Betreiber hat die Angestellten schon lange nach Hause geschickt - weil kein Licht funktionierte und es keine Möglichkeit gab, die Kasse zu bedienen.
Er wusste, daß er keine Möglichkeit haben würde, mit einem Mob umzugehen.
Daher hat er einfach die Türen verschlossen.
Wenn er ein großzügiges und weitsichtiges Individuum ist, hat er die Tiefkühltruhen geleert, weil sich nichts darin halten wird, und hat deren Inhalt in Körben nach draußen gestellt, damit Menschen ihn mitnehmen können.
Man könnte nun genauso gut ein Eiscremeschlemmen veranstalten - weil es ohnehin schmelzen wird.

Die Bürgermeister, Polizei und Eigentümer haben (wenn sie die Weitsicht hatten zu wissen was kommt) Wachen an den Türen postiert.
Alles was du zu tun hast, ist nun bei dir zu Hause.
Radioaktiver Atomstaub kommen könnte oder nicht.
Weil das so ist, ist es vernünftig, vorsorgliche Schritte zu unternehmen und einen Notstand-Unterschlupf zu schaffen.
Obwohl dies ein post-apokalyptisches Buch ist, werde ich von Zeit zu Zeit ein paar elementare Vorbereitungs-Informationen einfügen.
Und zwar wegen der Annahme, daß es ein paar Menschen (der Zeit voraus) lesen werden.
Du solltest deine Rückzugs-Liste oder Einbunkerungs-Liste zur Hand haben.
Sofern du sie noch nicht hast, wirst du sie umgehend anfertigen müssen.
Trotz Vorstadt, je weiter du hinaus auf´s  Land gelangst, umso besser - wenn du einen Ort hast, an den du gehen kannst.
Siehe nächstes Kapitel für einige elementare Informationen für Rückzugsrucksäcke und Einbunkerungsrucksäcke.

Wenn Rückzug deine Absicht war - dann solltest du zu diesem Zeitpunkt bereits fort sein.
Wenn Einbunkern (was ich 'Shelter in Place' nenne) dein Plan ist, hättest du auch Vorbereitungen treffen sollen.
Dennoch, die Annahme ist, daß die meisten Menschen komplett unvorbereitet sind. Und daß sie darum sofort anfangen müssen (soweit sie können), Wasser, Nahrung, Lichtquellen, warme Kleidung und was sie sonst noch benötigen zu sammeln.


Es mag Generatoren geben und Menschen, die in der Lage sind, Fahrzeuge zu betreiben - aber das sind alles kurzfristige Anomalien, über die man sich nicht den Kopf zu zerbrechen braucht.
Der Einbruch der Nacht wird kommen. Wenn du bis dahin die Zusammenarbeit mit ein oder zwei Nachbarn erreicht hast, wird es zu deiner Sicherheit beitragen, denn dann könnt ihr eine Nachtwache aufrechterhalten.

Am nächsten Morgen werden die Menschen weiterhin ganz einfach verwirrt sein.
Sie werden beginnen an Traumata und gelegentlichen Anfällen von Hysterie zu leiden.
Dennoch werden sie weiterhin unabhängig funktionieren, wie es ihre Gewohnheit war.
Jede Familie ernährt sich selbst von der Nahrung, die sie verfügbar hat und indem sie die Überlebensfertigkeiten anwendet, die sie kennt.
Das ist auf jeden Fall besser, als allein im Wald zu sein, nur ausgerüstet mit einem Bowie-Messer.

Das ist jetzt dein dritter Tag - und du hörst wahrscheinlich weder Explosionen, noch siehst du irgendwelche Atompilze, obwohl es sein kann, daß radioaktiver Atomstaub schon vor Stunden begonnen hat, einzutreffen.
Die Sonne mag scheinen und die Vögel singen - aber fast alles andere hat aufgehört zu funktionieren.
Mit dem Ausbleiben von künstlichem Licht magst du über die Helle der Sterne in der Nacht staunen.
Es gibt keine Hinweise auf Terror und Zerstörung, die an vielen Orten der Welt vor sich gehen.

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