Kapitel 15 – Die ersten Abläufe des LERN
Die Beschreibungen angenommener Situation können nicht auf jedes einzelne LERN zutreffen.Manche Standorte könnten mehr Ressourcen haben und andere weniger.
Manche könnten ein grösseres Flüchtlingsproblem haben und andere ein weniger grosses.
Überbleibsel der früheren Autorität könnten noch, zu einem größeren oder geringeren Ausmass, existieren.
Und so weiter.
Genauso wie die Lösungen die hier beschreiben werden könnten sie auch überhaupt nicht anzuwenden sein. Sei es das bedingt durch die speziellen Umstände im LERN oder der Einstellung der LERNed in einem bestimmten LERN.
Dennoch, das Prinzip nach Bedarf ein LERN (Local Economy Recovery Network) zu formen und das Prinzip Progressiver Demokratie, welches dahinter steht, anzuwenden sind universell.
So - sind wir also hier - ungefähr einen Monat nach dem Weltuntergang, mit einem Plan, um Ordnung aus dem Chaos um uns herum zu schaffen.
Unser einfallsreiches LERN hat bereits drei grosse Probleme zu bewältigen: Lebensmittelknappheit, Flüchtlingsansturm und Sicherheit.
Genauso gibt es Sorgen über eine drohende Epidemie.
Die LERNed, während sie eine Namensliste der Mitglieder des L1 LERN erstellen, hätten dabei zugleich schon ein Inventar mit den Fähigkeiten und Fertigkeiten jedes Mitglieds des LERN erstellen sollen. Oder sie sollten jetzt damit beginnen.
Von den Mitgliedern des LERN sollten sie einen Menschen zu sich rufen (es könnte sogar einer der LERNed sein) und ihn zu fragen, ob er die Aufgabe als weisungsberechtigter Sicherheitsverantwortlicher übernehmen möchte.
Der das akzeptierende Mensch sollte dann berechtigt sein seine Assistenten zu benennen.
Die werden von den LERNed genehmigt.
Mit ihnen wird er einen Sicherheitsplan erstellen, der den LERNed vorgelegt wird.
All dies sollte in (höchstens) wenigen Stunden erreicht werden .
Sämtliche Entscheidungen sind der kontinuierlichen Revision durch die LERNed unterworfen.
Ebenso sollten die LERNed einzelne Menschen zu Verantwortlichen ernennen und einen Plan zur Ernährung aller Mitglieder des LERN verabschieden.
Wenn die Flüchtlingssituation ernst ist, muss ein Triage-Komitee (Sortierung/Einteilung) von den LERNed ernannt werden.
Und das Komitee muss dem LERN seinen Plan zur Genehmigung vorlegen.
Es könnte notwendig werden, das ein Personalverantwortlicher zusammen mit notwendigen Assistenten ernannt wird und sein Anfangsprogramm bestätigt werden muss.
Wenn man sich so entscheidet - könnten die LERNed entweder manche Rollen gemeinsam ausfüllen. Oder sie könnten eines der Mitglieder der LERNed oder auch jeden anderen Menschen innerhalb der Gemeinschaft dazu ernennen.
Wenn einer der LERNed ernannt wird, würde dieser Mensch dennoch vollständig unter dem Kommando der kollektiven LERNed stehen,
An diesem Punkt, ungefähr am zweiten Tag nach der Gründung des LERN, muss eine weitere Versammlung derselben Form wie die erste stattfinden. In dieser wird der Vorsitzende, der vom LERNed aus den LERNed ernannt wurde, die Entscheidungen der LERNed verkündet.
Er wird Fragen beantworten oder andere Mitteilungen mitteilen und dann die Konsultation der Gemeinschaft leiten.
Nun lasst uns ein paar der speziellen Themen untersuchen, die oben bereits genannt wurden.
Da ist zunächst die Frage der Sicherheit. Wenn es noch keine Probleme gibt, werden die meisten dennoch vorsichtshalber Vorkehrungen wie einen 24-Stunden-Wachdienst usw. einrichten wollen.
Details von Beobachtungsposten, Verkehrsbarrieren und die Nachrichtenübermittlung von einem Ort zum anderen müssen ausgearbeitet werden.
Man denke an die 1700er Jahre. “Ein Uhr nachts und alles in Ordnung!” Gongs für Alarme, Überprüfen von Punkten auf Streife, etc...
Das ist ein Grund, warum eine einzelne Familie nicht alles alleine machen kann.
Dies sollte zu einem gemeinschaftlichen Gefühl der Sicherheit führen.
Die Triagen (die Sortierungen/Einteilungen) von Flüchtlingen ist eng damit verbunden.
Nimmst du alle Flüchtlinge auf?
In vielen Fällen wird das nicht möglich sein.
Genau wie bei einem sinkenden Schiff - werden zu viele aus dem Wasser gerettete das Rettungsboot zum Sinken bringen.
Auf der anderen Seite - stösst du sie zurück und lässt sie ertrinken?
Das geht nur Gott und dich was an- aber ich sehe den Mittelweg darin, Triage zu machen.
Man sollte Flüchtlinge nicht als einen Fluch, sondern als einen möglichen Segen ansehen.
Sie bringen nicht nur hungrige Mäuler mit sich sondern auch Fähigkeiten und Arbeitskraft.
Ganz im Gegensatz zu dem, was du denken magst - je mehr Arbeitskraft, desto besser (solange man sie ernähren kann). Denn das wird die Erholung viel schneller voranbringen.
Triage kann auf der Grundlage von Fähigkeiten und Gesundheit durchgeführt werden.
Letzteres ist mit den Sorgen vor einer Epidemie / Pandemie verbunden.
Das wird später noch besprochen.
Dennoch, eine der ersten Überlegungen wird die der geistigen Einstellung sein.
“Die LERNed haben komplette diktatorische Autorität.
Bist du willig, ihre Befehle komplett zu befolgen?"
”Ich nicht - ich bin eine freie Seele - und ich lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich zu tun habe.”
”Nun, dann tschüss! Geh weiter. Dieser Ort würde dir nicht gefallen.”
Das größte Problem werden Lebensmittel sein - und das ist ein Problem, zu dem wir zurückkommen werden - wieder und wieder.
Bis jetzt wird jeder fast alles, was er hatte, konsumiert haben.
Was verbleibt, muss für die zentrale Ernährung zusammengesammelt werden.
“Wir wissen, daß du nichts zurückhalten würdest - aber manche könnten das machen.
Und um fair zu sein, müssen wir jeden gleich inspizieren (durchsuchen).”
Ein Suchteam muss in jedes Haus gehen und eine extrem GRÜNDLICHE Suche veranstalten, um sicherzustellen, dass nichts versteckt wurde.
ALLE Lebensmittel müssen in ein zentrales Lager gebracht werden und unter 24-stündige Bewachung gestellt werden.
Das bedeutet, daß du einen Haufen Salz- und Pfefferstreuer, Ketchup- und Senfflaschen bekommen wirst.
Dies wird auch potentiellen Konflikt bedeuten, weil manche das, was sie eingelagert haben, nicht aufgeben wollen.
“Warum sollte ich - wenn andere sich nicht vorbereitet haben?”
“Weil es auch dir irgendwann ausgehen wird. Und du dann auf die anderen angewiesen sein wirst. Und weil wir jetzt alles brauchen, was wir finden können, um sicherzustellen, das alle überleben.”
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