Kapitel 33 - PROGRESSIVE DEMOKRATIE
L1 LERN Wahlen
Diskussionen der Punkte a-n
a. Ein Mensch - eine Stimme
Alternativ könnten manche argumentieren, daß jenen Personen mehr Stimmen gegeben werden sollten mit der größeren Erfahrung, die vielleicht öffentliche Ämter bekleidet haben oder jene, die größere Dienst für die Gemeinschaft geleistet haben (vielleicht indem sie zu ihrer Verteidigung gedient haben), oder die vielleicht eine höhere Bildung besitzen oder eine höhere Position mit höheren Ansehen bekleidet hatten (wie z.B. Manager) oder jenen, von denen gedacht wird, daß sie höhere spirituelle Qualitäten haben oder auf irgendeiner anderen Rechtfertigungsbasis.Dies wäre das gleichmacherische Argument.
In der Vergangenheit hat es Systeme gegeben, wo nur Männer, Frauen, Landbesitzer, Steuerzahler oder irgendwelche anderen Gruppen gewählt haben, aber hier ist das Kriterium, daß jede Seele in der Gesellschaft gleich ist und die gleiche Stimme hat.
b. Jeder über dem Alter von 15 wahlberechtigt.
Alternativ könnten manche argumentieren, daß Menschen erst mit einem höheren Alter und höherer Reife wählen sollten.In manchen Gesellschaften haben nur die Älteren gewählt, vielleicht jene im Rentenalter.
Ziel ist es dennoch, jeden jungen Menschen vom Beginn der Reife an teilnehmen zu lassen, welcher ungefähr im Pubertätsalter und in einer Zeit stattfindet, in der sie Lage sind, beträchtliche Beiträge zur Gesellschaft zu leisten.
In der Vergangenheit wurde die Jugend oft fortgeschickt, um in Kriegen zu kämpfen, bei denen sie nichts zu bestimmen hatten und trotzdem wurden ihnen die Vorzüge der Erwachsenwerdens, wie das Besitzen von Grundeigentum, Wahlen und so weiter verweigert.
Volles Erwachsensein, zusammen mit seinen Verpflichtungen, sollte in diesem frühen Alter anerkannt werden und von diesem Alter an sollte die Jugend voll in der Gemeinschaft einbezogen werden.
c. Ab dem Alter von 15 ist jeder Mensch als öffentlicher Diener wählbar
Es gab immer die Befürchtung, daß einige Gruppen, die nicht reif oder verantwortlich genug waren, die Kontrolle über die Gesellschaft erlangen würden.Wegen dieser Ängste verhinderten manche Systeme das Wahlrecht für Frauen, Menschen, die keine Steuern zahlten (Wahlsteuern), Menschen ohne Grundbesitz, Sklaven, Schuldsklaven, jene, die keine langfristigen Einwohner waren, Menschen anderer Rassen oder Religion oder jene, die der Gemeinschaft nicht in besonderer Weise gedient hatten, wie als Priester oder Soldaten.
Es ist unwahrscheinlich, daß in dem hier beschriebenen System irgendeine bestimmte Gruppe die Kontrolle übernehmen kann, weil es ist sehr wichtig, daß alle das Gefühl haben, daß sie eine gleiche Rolle spielen.
d. Geheime Wahl
Ganz einfach, daß niemand weiß, wie jemand abstimmt.
Dies kann durch Austeilen von vorgedruckten Stimmzetteln oder einfach leeren Blätter erfolgen.
e. Beobachtung der Stimmauszählung
Die Wahlzählung muss ziemlich offen und transparent sein, obwohl es nicht notwendigerweise dieselbe sein muss, die von katholischen Kardinälen genutzt wird, um einen neuen Papst zu wählen.Hierbei tritt jeder Kardinal nach vorne, wenn sein Name genannt wird und legt seinen einzigen Stimmzettel auf ein Tablett, das auf einer Glasbox liegt.
Eine andere Person tritt dann nach vorne und entleert das Tablett in die Glasbox, bevor der nächste Kardinal wählt.
Ein anderer Schlüssel des Verfahrens ist die Auswahl der Menschen, welche die Stimmen zählen.
Am allerwichtigsten ist für die Transparenz, daß die Wahl nicht durch Maschinen oder Computer durchgeführt wird.
Etwas, das dem oben beschriebenen Prozess ähnlich ist, dürfte alles sein, was notwendig ist. Wenn es offen abläuft, wird es den Teilnehmern möglich sein, vernünftige Entscheidungen in einer Stichwahl zu treffen.
f. Neun öffentliche Diener (Mitglieder der LERNed)
Alternativ könnte es fünf, sieben, elf oder eine andere ungerade Zahl geben.Der Grund für eine ungerade Zahl ist, daß es so keine Stimmengleichheit bei der Entscheidungsfindung gibt und daß dadurch ein Konflikt reduziert wird.
Die Anzahl der Diener sollte weder so klein sein, daß sie die Meinungsvielfalt verringert, noch so groß, daß sie ineffizient ist.
Die Zahl von neun wurde oft als eine gute Größe angesehen, wie beim Obersten Gerichtshof der USA.
g. 1/3 der öffentlichen Diener werden jedes Jahr gewählt
Indem man gestaffelte Wahlen mit hat, bei denen 1/3 der öffentlichen Diener jedes Jahr gewählt werden, wird es zugleich Kontinuität und Erfahrung in der Zusammensetzung der Gruppe der öffentlichen Diener geben.Es sollte auch immer gewählte Vertreter geben, in der Reihenfolge, in der sie ihr Amt antreten, so daß keine neuen Wahlen abgehalten werden müssen, weil es freie Stellen wegen irgendeinem Grund gibt wie Tod (aber nicht nur darauf beschränkt), Krankheit oder die Wahl eines Mitglieds zu einem höheren Führungsgremium.
Bei der anfänglichen Formung eines Führungsgremiums - sollten jene, die gewählt wurden, gestaffelte Amtszeiten haben, um den Prozess zu beginnen.
Wenn die Verweildauer der öffentlichen Diener später unausgeglichen wird, sei es durch Rücktritte und ähnliches - kann dies durch Auslosen behoben werden.
h. Stimmenmehrheit wählt den öffentlichen Diener
Jeder öffentliche Diener muss mit einer Mehrheit gewählt werden.Ein gültiger Wahlgang darf nicht mehr Namen enthalten, als die Zahl der Positionen, über die abgestimmt wird (obwohl sie weniger enthalten kann) und kein Name darf zweimal erscheinen.
Kein Stimmzettel sollte abgewertet werden wenn er einen ungültigen Namen enthält, es sollte nur die Stimme unberücksichtigt gelassen werden und nicht der ganze Wahlgang (Namen könnten durch das Alter des Gewählten ungültig sein oder weil der gewählte Mensch für den gestimmt wurde, innerhalb der vergangenen drei Jahre ein öffentlicher Diener war oder der einzelne Mensch ist nicht auf der Wählerliste steht oder aus einem anderen Grund).
Jeder Mensch, der eine Mehrheit der Stimmen von den Anwesenden und Abstimmenden erhält (von der Anzahl der abgegebenen Stimmen), ist dann in die Stellung als öffentlicher Diener gewählt.
Wenn nicht alle Stellen für öffentliche Diener gefüllt wurden, dann wird das Abstimmen für die Zahl der verbleibenden Stellen fortgesetzt.
i. Keine Kampagnen, Nominierungen oder ähnliches erlaubt
Es darf keine Wahlkampf-, Nominierungs-, Unterstützungsreden oder Ähnliches geben.Nach jedem Wahlgang sollte eine Auflistung aller gewählten Namen und der Anzahl der abgegebenen Stimmen vorhanden sein.
Auf unleserlichen Namen, für die gestimmt wurde, kann hingewiesen werden.
Es könnte wünschenswert sein, besonders in größeren Gemeinschaften, daß jeder Mensch, der eine Stimme erhalten hat, sich vor die Gemeinschaft stellt und für eine vorgegebene Zeit von einer Minute oder zwei darüber spricht, welche Probleme er für die Gemeinschaft im Moment am dringendsten hält.
Das würde der Wählerschaft erlauben, sich besser mit dem den Menschen vertraut zu machen.
Diese Prozedur könnte in folgenden Wahlgängen wiederholt werden, je nach Wunsch der Wählerschaft.
Es ist wesentlich, daß sich die Wähler in ihrer Auswahl der öffentlichen Diener bemühen, spirituelle Qualität zu entwickeln.
Intellekt, Vertrauenswürdigkeit, Selbstlosigkeit, Hingabe, demonstrierte Leistung und so weiter sind nur ein paar der Qualitäten, die jeder Wähler beim Treffen seiner Wahl berücksichtigen muss.
Die Gesamtbedürfnisse der Gemeinschaft sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
Wenn es Minderheitengruppen in der Gemeinschaft gibt, sollten die einzelnen Wähler dies berücksichtigen, um dafür zu sorgen, daß sie vertreten sind.
Das könnte sich auf Geschlecht, Bildung, Alter, Wohlstand beziehen oder wegen was auch immer eine Untergruppe innerhalb einer Gemeinschaft sich diskriminiert fühlen könnte.
Das Ziel ist es, Harmonie innerhalb der Gemeinschaft zu schaffen, sicherzustellen, daß die Vielfalt der Ideen innerhalb der Gemeinschaft repräsentiert werden und daß es ein Gerechtigkeitsgefühl gibt, während gleichzeitig danach gestrebt wird, Führer mit den höchsten spirituellen Eigenschaften auszuwählen.
Die Gegenthese dieser Philosophie und Einstellungen wäre der Wunsch einer Mehrheit, ihren Willen einer Minderheit aufzuzwingen.
j. Keine Wiederwahl öffentlicher Diener bis sie 3 Jahre aus dem Amt waren
Das Wahlverfahren kann für eine bestimmte Anzahl von Stellvertretern fortgesetzt werden, die bereit sind, in der Reihenfolge zu dienen, in der sie gewählt werden - sollte eine Stelle freiwerden -, so daß eine Nachwahl nicht abgehalten werden muss. Nachwahlen können aber genutzt werden, wenn das gewünscht wird oder notwendig ist.Ein Vertreter, falls er in der Zwischenzeit nicht als öffentlicher Diener gedient haben sollte, könnte in folgenden Wahlen gewählt werden. Aber jeder, der tatsächlich gedient hat, wäre selbst auf der niedrigsten Ebene nicht erneut wählbar, es sei denn, er war für drei Jahre auf allen Ebenen aus dem Amt gewesen.
Es gibt mehrere Gründe für dieses Prinzip.
Erstens verhindert es das Entstehen von Cliquen von öffentlichen Dienern.
Zweitens fördert es eine breitere Einbeziehung der Gemeinschaft.
Drittens entwickelt sich die Führungsfertigkeiten in der gesamten Gemeinschaft breiter und tiefer, was an sich ein Geschenk ist.
k. Monatliche Treffen mit der Wählerschaft
1. Bericht über die Entscheidungen und Sorgen der LERNed2. Die Anhörung geäußerter Ansichten und Empfehlungen der Gemeinschaft
Und die Achtsamkeit, die Beteiligung, die Unterstützung und die Reaktionsbereitschaft der öffentlichen Diener gegenüber den Bedürfnissen der Gemeinschaft sicherzustellen, muss es ein monatliches Treffen der Gemeinschaft mit den öffentlichen Dienern geben.
Die öffentlichen Diener sollten der Gemeinschaft zuerst über Programme, Aktivitäten, Entscheidungen, Probleme, Ziele, Erfolge usw. berichten und sollten dann Ansichten, Sorgen, Ideen, Vorschläge usw. hören, die im Treffen von jedem Mitglied, welches wünscht, darüber zu reden, vorgetragen werden können.
Qualitäten der Höflichkeit, Toleranz, Sanftmut und Ermutigung sollten auf beiden Seiten dieses Austauschs entwickelt werden.
l. Die Gemeinschaft kann über Empfehlungen abstimmen
Die Gemeinschaft kann zwar über Empfehlungen abstimmen, aber dies sind NUR Empfehlungen, nicht bindend, und haben keine Autorität.Während die Gemeinschaft für das Führungsgremium Empfehlungen machen kann und die Stärke ihrer Unterstützung für die Empfehlungen dadurch zeigt, indem sie darüber abstimmt - bleiben sie nur Empfehlungen und sind absolut NICHT für die öffentlichen Diener bindend, die totale Autorität und Freiheit darin haben, ihre Entscheidungen zu treffen - innerhalb der Parameter, welche die Führungsebenen höherer Gremien in der Hierarchie etabliert haben.
Das ist auch ein guter Platz um wiederholt zu bekräftigen, daß die einzelnen öffentlichen Diener keine Autorität haben und daß ALLE Autorität in der Mehrheitsentscheidung der öffentlichen Diener auf jeder Führungsebene und in Unterordnung und Gehorsam gegenüber der Autorität der über ihnen stehenden Ebenen liegt.
m. Geographische Gemeinschaftsgröße zwischen 50 und 200 Menschen
Gemeinschaften sollten eine Mitgliederzahl zwischen 50 und 200 stimmberechtigten Mitgliedern haben.
Wenn es weniger als 50 gibt, hat die Gemeinschaft vielleicht nicht die notwendige Vielfalt oder Tiefe der Fähigkeiten und über 200 ist es für die Wähler nicht möglich, mit ihren öffentlichen Dienern gut vertraut zu werden.
Als Einheiten innerhalb einer Hierarchie von Gemeinschaften ist es notwendig, dass die Gemeinschaften innerhalb dieser Größe bleiben, um ein Gleichgewicht in der Hierarchie aufrechtzuerhalten.
Sollte eine Gemeinschaft unter 50 stimmberechtigte Mitglieder fallen, sollte diese Gemeinschaft mit einer anderen Gemeinschaft kombiniert werden.
Und sollte eine Gemeinschaft mehr als 200 Mitglieder haben, dann sollte diese Gemeinschaft in separate Gemeinschaften von 50 oder mehr stimmberechtigten Mitgliedern aufgeteilt werden, wenn auch nicht unbedingt von gleicher Größe.
n. Gemeinschaftsgröße und Grenzen bestimmt vom nächsthöheren Führungsgremium
Die Unterteilungen der Gemeinschaften sollten auf geographischen Grenzen basieren.Diese Grenzen könnten von der nächsthöheren Gemeinschaft in der Hierarchie bestimmt werden.
Jeder innerhalb der Grenzen wäre ein Mitglied dieser Gemeinschaft und die Gemeinschaft kann niemanden ausschließen.
Genauso wenig kann jemand innerhalb einer geographischen Abgrenzung einer anderen Gemeinschaft beitreten oder sich aus der Gemeinschaft, in der er lebt, abmelden.
Die Menschen drücken oft ihre Sorge darüber aus, daß das neue System vom alten übernommen wird.
Es wird nicht von innen heraus passieren, so lange die Menschen zwei Sachen treu bleiben.
Eins - Vermeidung von Politik, was bedeutet, für Menschen oder Positionen zu werben;
und zwei - sicherzustellen, daß sie bei der Auswahl von Menschen mit echten spirituellen Werten vorsichtig sind.
Es gibt eine Klasse von internen Einzelpersonen, die gewöhnlich selten sind und umfassen weniger als fünf oder zehn Prozent einer normalen Gruppe, die versuchen werden, die Macht zu übernehmen und sie sind diejenigen mit psychopathischen Tendenzen.
Unglücklicherweise könnten weitere vierzig Prozent für ihre List und Manipulationen anfällig sein, aber das muss nicht der Fall sei, wenn die Menschen wahre Gemeinschaft entwickeln und ihre Besorgnis um spirituelle Werte betonen.
Bei der Auswahl der öffentlichen Diener der Gemeinschaft muss jedes Mitglied der Gemeinschaft sich auf die Fähigkeit des einzelnen Menschen für wahre Liebe und Gerechtigkeit konzentrieren.
Äußerlichkeiten wie Fachwissen in Sicherheit/Landwirtschaft/Bankwesen/Recht/Religion/Medizin/öffentliche Gesundheit/andere Spezialisierungen sollten keine Bedeutung haben und sicherlich keine Äußerlichkeiten wie Aussehen, Fähigkeit zum Argumentieren oder Reden, oder charmante Persönlichkeit.
Aus diesem Grund müssen sie diese andere Minderheit nicht fürchten.
Ich werde hier eine kleine Geschichte einfügen.
In den Einrichtungen, in denen ich arbeitete, hatten wir oft große abgeschlossene Abteilungen mit hundert oder mehr Patienten.
Außerhalb oder ziemlich oft in der Tür saß ein einzelner Wärter mit einem großen Ring um den Hals, von dem der Schlüssel herabhing. Mir wurde erzählt, daß bei einer Inspektion von einem Mitglied der Legislative ein Wärter einmal fragte, ob er keine Angst hätte, daß die Insassen ihre Kräfte bündeln und ihm den Schlüssel abnehmen würden.
Seine Antwort: "Warum denn, nein - mein Herr, deshalb sind sie hier drin - sie können nicht kooperieren."
Du musst die Psychopathen nicht fürchten, indem du daran glaubst, daß sie eine große Verschwörung erschaffen werden, weil sie nicht untereinander zusammenarbeiten können.
Aber du musst dich selbst kontrollieren oder sie werden dich kontrollieren, wenn sie können.
Und sie werden Allianzen gegen dich formen, obwohl diese den Keim ihrer eigenen Vernichtung in sich tragen.
Obwohl sie keinen erfolgreichen Schlachtplan haben, kontrollieren die Insassen zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Kontrolle übernehmen, die Institution.
Ich sollte es genauer sagen: sie sind außerhalb der Kontrolle der Institution und Amok laufen.
In diesem Moment wird das gesamte System kollabieren, genau wie es im Moment in der größeren Gesellschaft um uns herum passiert.
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