Kapitel 26 - BILDUNG
In einem LERN sollte niemand unbeschäftigt sein.Sobald ein LERN über den Prozess des Lebensunterhalts hinausgewachsen ist, sollte es keine Zwangsarbeit für jene geben, die nicht bestraft werden müssen.
Andere, die nicht den Wunsch haben, zum Maximum beitragen zu wollen, können sich an die Teilnahme im Verhältnis zu ihrem Beitrag an den Früchten beschränken.
Mit anderen Worten - denjenigen, die gerade genug arbeiten wollen, um ihre Existenz zu sichern, sollte dies tun dürfen.
Es sollte ‘workfare’ ( Gewährung von Sozialleistungen nur bei Erbringung von Arbeitsleistungen... ) aber keine ‘Wohlfahrt’ geben, außer für jene. die komplett behindert sind und es wirklich brauchen.
Im Gegensatz zu den Ungerechtigkeiten der momentanen Gesellschaft sollten jene, die arbeitsam sind, die Belohnungen ihrer Produktion erhalten.
Was manchmal als "Überschuss" bezeichnet wird, sollte der Gesellschaft als ganzes zufließen, nach einer gerechten Belohnung für Risikofreudige und Anreiz für Erfinder und Innovatoren.
Diese Konzepte der 'Fairness' stammen von den Seelen der reifen, erfahrenen und spirituell fortgeschrittenen Menschen ab, die auserwählt sind, Diener der Gesellschaft zu sein.
Das sind keine Aufgaben, die einfach nur durch Bräuche, Erbe und historische Konzentrationen von Macht, Einfluss und Kontrolle bestimmt werden sollten.
Nach der Katastrophe muss jedermanns Fähigkeit zur Nahrungsmittelproduktion genutzt werden.
Der Schulbesuch der Kinder wird als zweites kommen, genau wie es in den Pionierzeiten war, wenn es keine Schule im Sommer gab, weil jeder auf den Feldern sein musste.
Lernen ist auch produktive Arbeit für die Gesellschaft und solange keine andere essentielle Tätigkeit gibt, wie das Arbeiten auf den Feldern zum Nahrungsanbau, sollten die Kinder ihre Anstrengungen der Schule widmen.
Es ist eine Frage der Anstrengung - nicht nur von Stunden. Schulbesuch sollte kein Babysitten sein.
Kinder, die sich nicht anstrengen und keinen Fortschritt zeigen, sollten arbeiten und selbst Kinder, die in der Schule sind, sollten etwas arbeiten, sodaß sie sich selbst als beitragende Mitglieder der Gesellschaft sehen.
Es gibt eine Balance in allen Dingen und daher braucht es auch Zeit zum Spielen.
Von der frühst möglichen Phase der Genesung an sollte die Bildung von Kindern fortgeführt werden.
In den kleinsten LERNs sollten sie gesammelt werden, wenn die Ressourcen des LERN es erlauben, und Lehrer und ältere Kinder können dann mit den jüngeren Kindern arbeiten, um sicherzustellen daß sie lernen.
Was ich beschreibe, kommt den Schulhäusern von einst wahrscheinlich sehr nahe (Ein-Zimmer-Schule).
Rund um unser Dorf existierten sie alle paar Meilen und wurden nun oft in Wohnhäuser umgewandelt.
In der Vergangenheit waren die Schulhäuser oft zu Fuß erreichbar, weil es keine Busse gab und die Straßen oft in sehr schlechtem Zustand waren.
Erneut aus demselben Grund wird es besser sein, kleinere Unterrichtseinrichtungen in der Nähe zu haben als größere entferntere.
Zu einem frühen Zeitpunkt des Buches habe ich betont, wie wichtig es ist, Jugendliche in die Gemeinschaft einzubeziehen.
Sie sollten als Gemeinschaftsteilnehmer anstatt Gemeinschaftsprodukte gesehen werden.
Ich bin nicht besorgt darüber, daß die Jugend die Gesellschaft übernehmen könnte, aber ich bin darüber besorgt, daß sie nicht beteiligt sein könnte.
Der alte Spruch - daß sie gesehen und nicht gehört werden sollen - ist die Praxis heute und als Ergebnis hat die Jugend sich abgemeldet und sich in eine unwirkliche Welt von kontinuierlicher Unterhaltung und Langeweile zurückgezogen.
In der Welt, auf die ich hoffe, muss die Schule der Kinder ein Ort äußerster Disziplin und Ordnung sein. Der Unterricht muss gründlich erfolgen und Vorkehrungen für die Berichtigung und Veredelung des Charakters.getroffen werden
In der zukünftigen Gesellschaft, wenn die Zeit der Entbehrung und der extremen Not vorbei ist, würde ich Kinder im Alter von 15 Jahren im Rahmen ihres Übergangs zu einem Ort, einem Lager oder einem Rückzugsort bringen, wo sie einige Monate ohne die Annehmlichkeiten der modernen Gesellschaft verbringen würden und dadurch etwas von der Not früherer Generationen erfahren.
Kinder müssen produktive Mitglieder der Gesellschaft sein - und sich nicht wie Drohnen fühlen.
Kreativität und Produktivität sind ein wichtiger Teil der reifen und reifenden Psyche.
Das betrifft den Reifegrad - wie das Sprichwort sagt - 'alt so früh und schlau so spät.'
Im Agrarzeitalter waren Kinder ein wichtiger Teil des Wirtschaftssystems.
Ihre Hilfe war unentbehrlich auf den Feldern und beim Hüten.
Als Höfe mehr organisierter wurden, hatten sie ihre Aufgaben - vom Eier sammeln zum Melken - Holz hacken und Wasser tragen - und halfen jüngeren Geschwistern.
Der Schulbesuch war eingeplant, wenn die Arbeitspläne es zuließen - aber sicherlich nicht in den arbeitsreichen Erntezeiten des Sommers.
In der augenblicklichen vorhergehenden Gesellschaft war der psychologische Druck auf die Jugend, seine eigene Identität zu finden, immens groß und viele meldeten sich durch Chemikalien, Musik, Spiele ab.
In der vorherigen Gesellschaft gab es keine Möglichkeit, daß die Gesellschaft ihre Kinder und Jugendlichen sinnvoll einbezieht, wenn sie nicht genug Beschäftigung für die erwachsenen Mitglieder der Gesellschaft hatte - und für viele Subkulturen war das Wohlergehen eine Lebensart.
Selbst jene, die höhere Bildung erreichten, fanden sich oft unbeschäftigt oder unterbeschäftigt wieder - und sicherlich gab es wenig verfügbare Arbeit für jene, die freigelassen wurden, nachdem sie eingesperrt waren.
Nichts davon braucht ein Problem in einer angemessen geordneten, sich erholenden Gesellschaft sein, obwohl der Beweis früherer Zeiten Anzeichen für das Gegenteil gibt, da extreme Armut und massive Arbeitslosigkeit immer Hand in Hand zu gehen schienen.
Der Schlüsselsatz hier ist, daß eine Gesellschaft durch fortschrittliche Demokratie angemessen geordnet wird, wie im Buch beschrieben - und daß die Gemeinschaften sich in einem Geiste des Gemeinwesens entwickeln und funktionieren - was ein Thema ist, welches ich den 'spirituellen' Lehrern überlasse.
In der vorherigen Gesellschaft gab es keine Grenze für angemessene Arbeit, nur war die Gesellschaft nicht so organisiert, um sie zu umzusetzen.
Der Punkt hier ist, daß in einer angemessen funktionierenden Gesellschaft die Kinder von einem frühen Alter an einbezogen werden sollten und besonders in der Übergangsphase von der Pubertät sollte ihnen die Bedeutung der Reifung eingeprägt werden.
Es braucht Übergangsrituale - nicht durch "Privilegien" wie Autoschlüsseln und der Erlaubnis des Rauchens, Trinkens und Kaufens von Kondomen, sondern eher darin, eine Rolle in der Verantwortung der Gesellschaft anzunehmen.
Angemessen erzogen (in einer Weise, die in der vorherigen Gesellschaft nicht möglich war), werden sie Respekt für Reife und Weisheit haben.
Daher gibt es keine Sorgen in einem System der fortschrittlichen Demokratie, daß die Unreifen die Schlüssel zur Festung übernehmen werden.
Das System, das ich beschreibe, kann nur in einer Situation durchgeführt werden, in welcher das vorige System komplett kollabiert ist.
Wir brauchen die Energie, den Enthusiasmus, den Elan und Idealismus der Jugend.
Das haben wir immer schon gebraucht.
Wir schicken sie fort, um Schlachten zu schlagen und zu sterben - während die alten, "weisen" Männer sicher in ihren Gemächern argumentierten.
In manchen Gesellschaften ist zur Zeit meines Schreibens mehr als die Hälfte der Bevölkerung jünger als 15 Jahre.
In einer Überlebensgesellschaft werden die Älteren und Gebrechlichen, die umfangreiche Unterstützung und Hilfe benötigen, nicht überleben - aber ich weiß nicht, wie der demographische Mix sein wird.
Soviel ist sicher - die Kinder werden viel früher aufhören müssen Kinder zu sein.
Ich befürworte sicherlich keinen "Kinderkreuzzug" - ganz im Gegenteil.
Das System Progressiver (fortschrittlicher) Demokratie ist eines für die Auswahl der Reifsten und Besten.
Es könnte sein das ich einer idealen/utopischen (aber nicht unrealistische) Zeit entgegen schaue und während es scheint daß das gegenwärtige System am kollabieren ist, gibt es sicherlich keine Garantie dafür, daß es möglich sein wird, mein Ideal zu realisieren.
Es gibt die philosophische Aussage, daß Individualentwicklung die Stammesentwicklung wiederholt und etwas vom selben Konzept trifft auf den Wiederaufbau der Gesellschaft zu, da wir erneut durch die verschiedenen Phasen hindurch müssen.
Hoffentlich können wir dieses mal ein paar der vorherigen Fehler vermeiden, aber ich denke, daß wir für ein paar Modelle dessen, was wir zuerst zu umsetzen sollten, in die fernere Vergangenheit schauen müssen.
Der Begriff 'Schulhaus' leitet sich von der Tatsache ab, daß es anfangs nur ein Haus war, das als Schule benutzt wurde - und das dürfte auch wieder der Fall sein.
Ich würde es vorziehen, mehr angepasstes Lernen und individuellen Nachhilfeunterricht zu sehen.
Es sollte genügend Lehrer zur Verfügung stehen.
In unserer gegenwärtigen Gesellschaft haben wir verrückter Weise umfassende Arbeitslosigkeit und einen Mangel an Lehrern, Ärzten und anderen Fachkräften und Profis.
Wenn das Internet oder zumindest Intranets wieder hergestellt werden können, wäre das ein viel effizienterer Weg, um eine Ausbildung zu erhalten als durch Reisen.
Auf der anderen Seite gibt es einen großen Vorteil im persönlichen Kontakt in Bildung.
Während es möglicherweise von LERNed festgelegte Standards geben muss, könnte dies auf verschiedene Arten erreicht werden.
Es kann sein, daß Probezeiten besser genutzt werden und die Schüler vielleicht Zeit mit den Mentoren verbringen.
Zum Beispiel könnte ein Professor eine Anzahl Studenten zu sich kommen lassen und Wochen mit ihnen verbringen, um ein bestimmtes Thema zu studieren, anstatt daß ein Student versucht, viele verschiedene Themen zur gleichen Zeit zu studieren.
Die Studenten könnten im Haus des Professors wohnen und Dinge wie Gartenarbeit erledigen.
Sie könnten dann unter der Führung des Professors ihr Material lesen und an Diskussionen mit dem Professor und anderen Studenten teilnehmen.
Sobald der Professor zertifiziert, daß der Student den angestrebten Grad des Verständnisses und Geübtheit in dem bestimmten Thema erreicht hat, könnte dieser dann zu einem anderen Professor weiterziehen, um die Lehrplan-Voraussetzungen, die von den LERNed gesetzt wurden, zu erfüllen.
Alle Fertigkeiten und Berufe könnten auf diese Art gelehrt werden.
Ein bisschen wie das Lehrlings-, Gesellen-, Meister-Schema alter Zeiten.
Es ist wichtig daß alle Fertigkeiten, Wissenschaften und Künste bewahrt werden.
So bald wie möglich sollte eine Gemeinschaft die Künste unterstützen.
Wenn durch Triage irgendwelche Menschen mit außergewöhnlichen Talenten identifiziert werden, sei es in Musik, Tanz, Sport, Grafischer oder Video Kunst, Schauspiel (oder tausend anderen), sollte jede Anstrengung unternommen werden, um sie zu erhalten.
Es könnte sein, daß ein großer Teil ihrer Anstrengungen in Richtung Nahrungsmittelproduktion und anderer grundlegender Überlebensbedürfnisse der Gemeinschaft gehen muss, aber sobald die Gelegenheit sich bietet, ist es wichtig für die Bewahrung und den Fortschritt der Zivilisation. daß sie freigestellt werden. um ihre Talente zu meistern und die Fähigkeiten in anderen zu entwickeln.
In Zukunft sollte das Lernen als notwendige Gemeinschaftsarbeit anerkannt werden und die Schüler sollten dafür bezahlt werden, zur Schule zu gehen, anstatt für die Schule bezahlen zu müssen.
Sie würden auch für Leistung und Erfolg bezahlt und es gäbe Wettbewerb um bezahlte Positionen, genau wie es heute für jede Arbeitsstelle der Fall ist.
Dennoch, Bildung sollte frei sein für jeden, der sie freiwillig verfolgen möchte, zu welcher Ebene er wünscht. Genau wie heute manche Menschen etwas als ihr Hobby ansehen - andere tun das als ihre Beschäftigung.
LERNs (durch ihre LERNed) werden entscheiden, was sie wollen und meine Ansichten sind nur meine Ansichten und Vorlieben.
Wenn es nach mir ginge, wäre die Bildung heute viel familienorientierter, mit Gutscheinen für die Eltern denen es dann frei steht, die Lehrer ihres Kindes aus zertifizierten Lehrern auszuwählen.
Ich hätte die Aufgabe, mich sehr um die Erziehung einzelner Kinder zu kümmern.
Während die tägliche Pflege und Ausbildung der Kinder in der Verantwortung der Kernfamilie bleiben - der erste Trainer des Kindes ist die Mutter -, sollte die Gemeinschaft als Ganzes über die Entwicklung jedes Kindes besorgt sein.
Jedes Kind sollte sich an oder kurz vor seinem Geburtstag mit dem LERNed treffen, um seinen Fortschritt und seine Ziele zu bewerten.
Diese eine Aktion wird dem Kind die Wichtigkeit der Gemeinschaft und der von ihm erwarteten Verantwortung einprägen.
Kinder mit außergewöhnlichem Potential und Leistung könnten für ähnliche Überlegungen an das nächsthöhere LERN verwiesen werden.
Zusätzliche Ausbildung in den Künsten und Wissenschaften sollte in Übereinstimmung mit ihrer Fähigkeit zur Verfügung gestellt werden.
Mit Tutoren und Lehrern sollte das erreichbar werden, um ihre Leistungen zu erreichen und dann sollten die höheren LERNs diejenigen Kinder erneut weiterleiten, die sie zu den noch höheren LERNs identifizieren.
Tutoren und Lehrer passend zu ihren Leistungen, und dann sollten die höheren LERNs erneut jene die sie identifizieren an die noch höheren LERNs weiterreichen.
Auf diese Weise würden die potentiellen Kinder Lehrer mit passender Qualität erhalten.
No comments:
Post a Comment